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Winterrundbrief 2014

Wir sind mitten drin in der Winterfütterung 2013/14. Wieder müssen wir feststellen, dass uns auf vielen Betrieben das, worum wir uns im letzten Sommer redlich bemüht haben, nämlich gute, stabile und schmackhafte Grassilagen herzustellen, nicht immer gelungen ist. Und das, obwohl keine offensichtlichen Fehler beim Verdichten, Abdecken usw. gemacht worden sind.

Auch eingesetzte Siliermittel lassen nach bisherigen Vergleichen keine Rückschlüsse auf deren Wirksamkeit zu. Ist es so, dass die guten Silagen, die wir ja auch auf vielen Betrieben finden, ein Geschenk des Glücks sind?

Für alle, die Ihre Silagequalität nicht dem Glück alleine überlassen wollen, sondern bei der Lösungen der anstehenden Fragen aktiv mitarbeiten möchten, gibt es die „Projektgruppe Gras-und Silagequalität„. Neue Teilnehmer sind herzlich eingeladen am nächsten Treffen der Gruppe am 17. Januar teilzunehmen.

An diesem Abend werden wir uns mit den Ergebnissen der Gras-und Silageuntersuchungen des letzten Jahres beschäftigen. Gerade die Nitrat- und Gesamtzuckeruntersuchungen geben uns wichtige Hinweise auf deren Gehalte in den Pflanzen im Vegetationsverlauf. Diese Werte bestätigen sich auch in den Silageuntersuchungen. Einen Überblick über die Werte von 2013 finden Sie auch im Herbstrundbrief.

In der laufenden Winterfütterung zeigt sich eindeutig, dass die Nitratgehalten neben dem Eiweißabbau in den Silagen eine wesentliche Rolle für die Tiergesundheit spielen. Das bestätigt auch Dr. Höltershinken von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Er hat dieses Thema auf der Veranstaltung im November 2013 aufgegriffen und wird uns auch in diesem Jahr bei der weiteren Arbeit zur Gras-und Silagequalität von wissenschaftlicher Seite unterstützen. Lassen Sie auf jeden Fall auch den Nitratgehalt in der Grundfutteranalyse der Grassilagen mit untersuchen. Am 17. Januar werden wir auch von ersten Versuchen aus einigen betroffenen Betrieben berichten, wie wir die negativen Auswirkungen im Bestand reduzieren können.

Der Erfolg im Kuhstall ist jedoch nicht nur von guten Silagen abhängig. Bei wachsenden Kuhbeständen und Gesamtbetrieben dürfen wir den Überblick im Betrieb nicht verlieren.
Die Grundlage für wirtschaftliche Milchviehhaltung ist ein gutes Herdenmanagement, eine konsequente Kostenanalyse und betriebswirtschaftliche Auswertung aller Betriebszweige.
Zu diesem Thema habe ich Herrn Berthold Drilling von der Firma bsp agrosoft gebeten, uns die Programme der Firma zu Fütterung, Herdenmanagment und Auswertung der MLP Daten vorzustellen.

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